Sonntag, 27. November 2022

Warum das denn?

 


Liebe Leserin, lieber Leser,

da habe ich mich hier ein paar Monate rar gemacht. Warum das denn? Tja, zum einen trat ein neuer Chef in mein berufliches Nebenleben, der mir nicht ganz geheuer war. Nach nur einem knappen Jahr ist er nun wieder weg und ob dies Fluch oder Segen werden wird, muss sich noch herausstellen.

Zum amderen hatte ich eine Lesung nach langer Corona-Auszeit vorzubereiten und mich nebenher mit Amelie Menge, der Malerin und mit Angelika Dörenberg, der Yoga-Lehrerin und Sachbuch-Autorin, deren neues Buch ich begleitete, zu beschäftigen.

Na und da waren noch Zeilen für mein neues Buch zu schreiben, mein bald kommendes Projekt "Podcast", vorzubereiten und  aktuell meinen separaten, neuen Blog  "Alles nur Satire!" mit Ideen und Inhalt zu versehen.

Es steht ja nun ein neues Jahr vor der Tür und wie bei allen anderen vorhergegangenen "neuen Jahre" nimmt man sich so einiges vor, will vieles besser machen und weiß doch insgeheim, das man den Mund einmal wieder zu voll nehmen wird.

Also erspare ich mir hier irgendwelche Versprechungen zu posten denn man weiß ja doch nie, was kommen wird. Sogesehen halte ich den Ball mal schön flach.

Aber ein bisschen Werbung muss schon sein und so lege ich euch Angelikas neues Buch  "Auf dem Weg ins goldene Zeitalter" ans Herz. Klickt einmal auf den Link und schaut euch das Buch an. Es gibt es auch im Buchladen um die Ecke und auf allen anderen Internet-Buchplattformen.

Bis bald,

Michael Uhlworm









Dienstag, 24. Mai 2022

Die drei Schwestern (Acryl auf Leinwand)

 


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in der letzten Woche habe ich hier auf die Malerin Amelie Menge aufmerksam gemacht und euch den Link zu ihrem neuen Blog beigefügt.

Das ich von Amelies Kunst sehr beeindruckt bin, habe ich ja schon deutlich gemacht. Wie ich versuche, den Leser in meine Geschichten hineinzuziehen, so versucht es Amelie mit ihren Bildern. Bei mir jedenfalls gelingt es ihr sehr gut. 

Ich habe hier für euch einmal eine ihrer Acrylmotive kopiert, damit ihr euch selber ein kurzes Bild um im Bild zu bleiben, machen könnt. Wenn ihr mehr über Amelie und ihre Bilder erfahren wollt, dann klickt einfach hier und ihr werdet auf ihren Blog weitergeleitet. 

Wundert euch nicht, denn Amelies Blog befindet sich noch im Aufbau. Demnächst werden weitere Werke von ihr zu sehen und bestaunen sein und auch eine "über mich-Seite" ist in Arbeit. Auf dieser Seite wird euch Amelie ein wenig über sich und ihre Motive, Inspirationen und Absichten erzählen. 

Seid also gespannt und schaut ab und zu auf Amelis Blog und habt euer Auge auf Neuigkeiten von ihr.

Herzlichst

Michael Uhlworm



Die drei Schwestern

Acryl auf Leinwand

Größe 50x60

Mit wenigen Pinselstrichen werden die unterschiedlichen Charaktereigenschaften der drei Schwestern erfasst.

Die Augen- und Mund- Stellungen in Verbindung mit der Farbgebung verstärken die Wahrnehmung der Charaktere: sanftmütig, skeptisch, dominant








Montag, 16. Mai 2022

Amelie Menge - Malen und Bilder


 Liebe Leserin, lieber Leser,

demnächst werde ich mein neues Buch "Tino Pieper - aus dem Leben eines Hausmeisters Teil 3" fertiggestellt haben und veröffentlichen. 

Ebenso in Arbeit ist "Hardy Wünsche" , ein Bauunternehmer in einer Kreisstadt, der es mit Korruption und Betrügereien zum angesehenen Bürger gebracht hat und seinem tiefen gesellschaftlichen Fall ins Auge sehen muss. Natürlich bewege ich mich auch hier auf dem Gebiet der Satire.

Neue Buchungen für Lesungen sind nach der Pandemie glücklicherweise auch wieder eingetroffen. Am 18. Juni 2022 bin ich ab 15.00 Uhr im kleinen Pfarrsaal der Kirche St. Franziskus in Düsseldorf und im September 2022 nehme ich mit einer Lesung an der "Rather Kulturwoche" teil. Der Tag und die Uhrzeit stehen noch nicht fest, werden aber im Programm rechtzeitig bekanntgegeben. Also, wer zufällig in der Nähe ist: Herzlich Willkommen.

Vor Kurzem habe ich eine aussergewöhnliche Malerin kennenlernen dürfen. Ihr Name: 

Amelie Menge.

Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf-Kaiserswerth. Ich könnte jetzt einiges dazu schreiben, wie sehr mich ihre Bilder, die Vielfalt der Motive und die Farbenpracht ihrer Werke beeindruckt haben. 

Nun bin ich nicht bekannt dafür ein Kunstkenner, schon gar nicht der Malerei, zu sein, aber viele ihrer Bilder haben mich schier geflasht. 

Schaut euch einfach mal auf ihrem Blog um und macht euch selber ein "Bild" von ihrer Malerei. Die Geschmäcker sind natürlich verschieden, aber ich möchte wetten, es ist für viele Geschmäcker etwas dabei. Es lohnt sich auf jeden Fall die Seite von Amelie Menge zu besuchen: 

amelie-menge-malen-und-bilder.blogspot.com











Freitag, 18. Februar 2022

Leseprobe: Der Getränkeleergutautomat

 

Liebe Leserinnen. liebe Leser,

bald endlich sollen die Pandemie-Maßnahmen größtenteils zurückgenommen werden und uns alle wieder ein einigermaßen normales Leben erwarten lassen.

Neben allen anderen Menschen haben auch freischaffende Künstler und Autoren ein großes Leck in ihren Kassen gehabt. Insbesondere die, die darauf angewiesen sind, mit einem lebendigem Publikum zu interagieren, sich beispielsweise bei Lesungen aus ihren Büchern sichtbar zu machen. 
Auch mir sind zahlreiche, schon gebuchte Lesungen weggefallen. Deswegen freue ich mich, dass es bald wieder losgeht mit meinen Lesungen, die ich brauche, wie der Fisch das Wasser.
Um Ihren Appetit anzuregen, habe ich hier für Sie einmal wieder eine kleine Leseprobe aus meinem Buch: "Das Buch der Satiren-bitter und schwarz."
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen und bis bald,

Ihr
Michael Uhlworm




 Der Getränkeleergutautomat

Der Getränkeleergutautomat hatte es satt. So satt hatte er es, dass er zu überlegen begann, wie er der Tristesse seines Daseins entkommen konnte.

Man stopfte in ihn hinein, was nur ging. Oben bekam er die einzelnen Flaschen, mal große, mal kleinere, oder alte Dosen aus denen stinkendes, abgestandenes Restbier tröpfelte. Manchmal auch Cola oder Limonade, beides widerlich Süß an Verwesung erinnernd.

Unten, etwas weiter südlich seines Bauchnabels, wuchtete man ganze Kästen mit oder ohne Flaschen rein. Niemand nahm Rücksicht auf sein sensibles Innenleben. Man knallte, schob und trat mit Füßen nach, als ob er sich davon einschüchtern ließe und den rückzahlbaren Pfandbetrag auf dem Bon verdoppelte.

Aber so etwas kam bei ihm nicht in Frage. Er war so was von höchst korrekt, dass jeder deutsche Finanzbeamte im mittleren Dienst im Vergleich vor Neid erblassen und sich wegen Unterschlagung einer Selbstanzeige unterzogen hätte.

Ganz schlimm waren auch die Ungeduldigen. Die kamen meist am Monatsende, wenn der Euro oder gar der Cent knapp wurde, mit großen blauen Mülltüten in denen sich das aus Mülleimern gesammelte Leergut befand. Da hatte er volle Höchstleistung zu zeigen und wehe es hakte bei ihm, weil die Säcke hinter ihm voll waren und keine einzige Flasche mehr aufnehmen wollten. Dann war das Gebrüll der Männer, das Gezeter der Frauen ihm unangenehm laut.

Manche, die augenscheinlich schon am Hungertuch nagten, konnten nicht an sich halten und traten und schlugen auf ihn ein, das der Begriff Körperverletzung ein zu mildes Wortgebilde zu sein schien und seine erlittenen Qualen nicht im Mindesten widerspiegeln konnte.

Ja nicht einmal zur Selbstverteidigung hatten ihn seine Konstrukteure in die Lage versetzt. Nun wären Arme mit Fäusten dran, für die Aufgabe die er zu erfüllen hatte des Guten zu viel gewesen. Doch nicht einmal eine Spritzdüse, mit der er je nach Bedarf und Gutdünken kaltes oder heißes Wasser oder Salzsäure hätte versprühen können, hatte man ihm als Mittel zur Selbstverteidigung gegönnt.

Auch an einen Hilfeschrei von ihm hatte niemand dieser genialen Automatenarchitekten gedacht. Kein Horn, keine noch so lächerliche Tröte hatten sie in ihm verbaut. Nur diesen stillen Alarm zur Kasse hin, den die Kassiererinnen aber gerne übersahen, oder überhörten, weil er eben so still war oder sie zu faul waren, ihre Kasse zu verlassen und nach seinem Rechten zu sehen hatten sie ihm eingepflanzt.

Kurz, er war zum Ertragen und Erdulden verdammt. Mit null Möglichkeiten irgendeine, wie auch immer geartete Gegenwehr einleiten zu können.

Er hatte es satt, so was von satt, hatte er sein Dasein. Er brauchte dringend eine Veränderung. Doch wie sollte er eine herbeiführen, eingeklemmt zwischen zwei Mauern aus Stein? Ohne Beine zum Fortlaufen, ohne Räder zum Wegrollen. Ohne jede Chance auch nur für die kleinste Fortbewegung?

So sann der Getränkeleergutautomat tagein, tagaus ohne rechtes Resultat über sein Entkommen nach, bis ihn eines Tages eine Erkenntnis durch Blech und Scanner ging die ihn ganz aufgeregt werden ließ.

Er wollte den Strichcodescanner manipulieren. Das sollte funktionieren, wenn er bei der Leergutannahme nur kräftig rüttelte und sich schüttelte, das der Scanner aus dem Gleichgewicht kam und kräftige Strichcodedreher verursachte, die fehlerhafte Leergut-Gutschriften, natürlich immer zu Ungunsten des Leergut-Rückgebers erzeugten.

So geschah es erst an Kasse drei, die gerade als einzige geöffnet hatte.

»Unser Getränkeleergutautomat irrt nie, niemals. Wenn da zwei Euro steht, so haben Sie auch nur für zwei Euro Leergut eingeworfen.« Die Kassiererin hatte eine kräftige sonore Stimme.

»Niemals«, keifte ein altes, krummes Männlein, »zehn Kunststoffflaschen á fünfundzwanzig Cent, macht nach Adam Riese zweieurofünfzig Fräulein. Der Automat hat mich um fünfzig Cent beschissen.«

Der Filialleiter wurde gerufen.

»Niemals, niemals verrechnet sich unser Getränkeleergutautomat. Das ist übelste Nachrede und eine unhaltbare Unterstellung. Ich erteile Ihnen hiermit sofortiges und strengstes Hausverbot.«

Die robuste Kassiererin nutze diese sich bietende Chance, sich bei ihrem Chef unbedingt beliebt zu machen, packte das Männlein am Kragen und bugsierte es mit gezielten Tritten hinaus.

So ging es die nächsten Tage weiter. Die robuste Kassiererin überzeugte mit Engagement, in dem sie sich Stiefel mit Stahlkappen anschaffte und jede Aufmüpfige und auch jeden Beschwerer wüst beschimpfte und höchst ungalant vor die Tür beförderte.

Dem Filialleiter ging erst ein Licht auf, als er die Grabesstille wahrnahm, die ihm dann doch sehr ungewohnt vorkam. Nach strengem Verhör der Kassiererin war die mögliche Ursache für die Kundenflaute schnell und flott ausgemacht. Alle Beschwerden der Kunden deuteten auf den Getränkeleergutautomaten als Verursacher der Unruhen hin und dem wollte er rigoros auf den Grund gehen.

Schnell trank er zwanzig Flaschen Bier, die je Flasche 25 Cent Pfand einbrachten, aus um sie flugs zu Bargeld zu machen. Und tatsächlich, es fehlten fünfzig Cent, der Getränkeleergutautomat hatte nur achtzehn Flaschen gezählt.

Umgehend eilte er



torkelnd in sein Büro und rief in der Firmenzentrale an, um sich zu beschweren. Der Sachbearbeiterin in der Beschwerdeabteilung fiel sein starker Alkoholakzent auf und ...




Das Buch ist auf allen Online-Plattformen, wie auch im stationären Buchhandel erhältlich. Auch als Ebook



Freitag, 8. Oktober 2021

Schreibe jetzt dein eigenes Buch


 Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

es ist schon etwas her als ich hier zuletzt gepostet habe. Einen Grund dafür seht ihr weiter unten. Ja, ich habe ein neues Buch geschrieben und auf den Markt gebracht.

Nun ist es kein Buch, wie ihr es eigentlich von mir kennt. Keine Geschichten und keine Satire. Es ist ein Sachbuch, das man auch mit einem Ratgeber verwechseln könnte. 

Was veranlasste mich einmal ein Sachbuch zu schreiben? 

Nun, mich erreichte die Nachricht das eine Tochter einer Freundin von mir, ganz im Verborgenen einen Liebesroman geschrieben hatte. Beinahe gleichzeitig im August entdeckte mich eine Nachbarin, die mir gegenüber wohnt auf meiner Terrasse und kam mit einem Buch zu mir über die Straße geeilt und sagte zu mir am Gartenzaun, "Hallo Herr Uhlworm, ich habe alle Ihre Bücher gelesen. Jetzt habe ich einmal ein Buch für Sie das meine Nichte geschrieben hat. Sie ist Journalistin. Vielleicht möchten Sie es einmal lesen."

Wow, dachte ich zwei neue Autorinnen zur beinahe gleichen Zeit, die sich getraut hatten ein Buch zu schreiben. Die eine, deren Mutter ich gut kannte und die andere, deren Tante ich kannte. Doch ich entschloss mich das für einen Zufall zu halten und nichts Höheres darin hineinzudichten. 

Aber ich bewunderte ihren Mut und die Ausdauer der beiden Frauen und dachte mir, was hält andere, vielleicht Schreibtalente, eigentlich vom Schreiben und veröffentlichen ab? Kurz um, eine Buchidee war in mir geboren: "Schreibe jetzt dein erstes Buch" ist also der simple Titel der für mich Programm im Schreibprozess war und hier ist das Ergebnis.



Zur Zeit ist das Buch nur bei Amazon zu beziehen. Bald, in den nächsten Tagen wird es aber auch über andere Buchplattformen und im stationären Buchhandel erhältlich sein. 

Warum schrieb ich dieses Buch?

Weil ich Mut machen möchte. Die technische Seite, die Produktion ist nicht so schwer, das bekommt auch ein Laie hin und habe es ausführlich, so einfach wie möglich beschrieben. Auch eine kleine Reise durch die Literaturgattungen gibt es, für jene die noch nicht wissen ob sie beispielsweise einen Fantasy- oder Liebesroman schreiben wollen.

Das Thema Marketing wird auch behandelt. Wie und wo organisiere ich eigene Lesungen aus meinem neuen Buch.

Schaut euch einfach bei Amazon einmal das Inhaltsverzeichnis an und nehmt eine kostenlose Leseprobe, Denn Link findet ihr hier, oder farblich abgesetzt (das Buch) unter dem Buch-Cover. Bis bald also.

Herzlichst

Michael Uhlworm 

Dienstag, 18. Mai 2021

der-ebook-blogger.blogspot.com

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie ihr hier immer wieder nachlesen konntet, bin ich immer offen für Neues. Beispielsweise habe ich in einem Artikel angeboten, meine Bücher zu rezensieren. 

Aber es geht mir noch um anderes.

Da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie schwer es ist als Selfpublisher wahrgenommen zu werden, habe ich eine Idee zu einem neuen Blog entwickelt, 

Auf diesem Blog schreibe ich über das Selfpublishing und gebe Rat, Tipps und Lösungen für jene, die mit ihrem Buch noch nicht lange am Markt sind.

Beispielsweise für (Neu) Autoren die gerade erst ihr erstes Manuskript geschrieben haben und nicht so recht wissen, was sie jetzt mit der Buchdatei anfangen können.

Ich richte mich aber auch an Menschen die den Wunsch verspüren Autorin/Autor zu werden, aber Ihre persönliche Richtung noch nicht kennen.

Der Hauptaugenmerk und Focus des neuen Blogs liegt aber darin, euch neue und Interessante Bücher/eBooks von frischen Autorinnen/Autoren vorzustellen. 

Ich werde euch erzählen worum es in dem jeweiligen Buch/eBook geht und werde auch meinen persönlichen Kommentar hierzu abgeben.

Ihr kennt das ja von Amazon und anderen. Es gibt maximal fünf Sterne zu vergeben. Bei mir sind es aber keine Sterne, davon gibt es schon genug am Hille, bei mir gibt es nur Plus und Minus.

Beispiel: Titel Anonym - Autor Anonymus

Plus - Minus

3        2

Plus: Der Autor hat für seine spannende Geschichte ein überraschendes aber plausibles Ende gefunden.

Plus: Interessante aber schwer durchschaubare Protagonisten/innen, jeder und jede davon mit einem mittelbaren Motiv ausgestattet lassen auch die Dialoge sprühen.

Plus: Der Autor zeichnet ein intensives und anschauliches Bild der Landschaft und den umliegenden Ortschaften mit ihren Eigenheiten und gegensätzlichen Charakteristika.


Minus: Die Geschichte hätte sicher noch einiges mehr hergegeben als nur 115 Buchseiten.

Minus: Der Buchpreis wie auch der Preis des eBooks ist für eine so geringe Seitenzahl doch recht üppig.


Meine Artikel könnt ihr hier schon vorab lesen. Die ersten Buch/eBook - Vorstellungen werden im Juni/ Juli 2021 online sein, ich muss ja erst lesen um etwas schreiben zu können. Ich freue mich auf eure Besuche auf meinem neuen Blog und bin ebenso gespannt auf eure Kommentare.

Solltet ihr eigene Vorschläge zu neuen Büchern/eBooks haben, gerne auch selbstgeschriebene dann lasst es mich Wissen. Meine Email: michael.uhlworm@web.de

Herzlichst

Michael Uhlworm

Mittwoch, 12. Mai 2021

Wer hat Lust meine Bücher zu rezensieren?

 


Liebe Leserinnen,

Liebe Leser,


Heute möchte ich allen Lesebegeisterten unter euch ein Angebot machen.

Wer hat die Zeit, die Lust und die Laune meine Bücher zu rezensieren.

Selbstverständlich schicke ich dir bei Interesse das jeweils gewünschte Ebook kostenlos per Email zu.


Zur Auswahl stehen z.Zt.:


Das Buch der Satiren - Bitter bis Schwarz

Schöne Aussichten - bei diesen Nachbarschaften! Teil I

Schöne Aussichten - bei diesen Nachbarschaften! Teil II

Herr Müller, Chihuahua Daisy und der Alltägliche Wahnsinn


Wenn du dich für eines dieser Bücher interessierst, dann schreibe mir eine Email an:

michael.uhlworm@web.de

Das Betreff ist: Buchrezension.

Ich sende dir dann umgehend das entsprechende Ebook, das du auch behalten darfst, zu. Das einzige was ich dafür möchte ist, neben deiner Rezension, dass ich diese auch bei sozialen Netzwerken, unter Namenskürzel (Martin S. oder Gabi N.) selbstverständlich, verwenden und teilen darf.

Interessiert? Dann schreibe mir. Ich würde mich freuen.

Herzlichst

Michael Uhlworm

Montag, 22. März 2021

Wer möchte mich beim Schreiben meines neuen Buches begleiten und mir über die Schulter schauen?

 Wer möchte mich beim Schreiben meines neuen Buches begleiten und mir über die Schulter schauen?


Liebe Leserin, lieber Leser,


Ich möchte dir ein Angebot machen. Ich suche Menschen, die mich beim Schreiben und erstellen meines neuen Buches begleiten möchten 

Wie funktioniert das? 

Nun ich werde dich in unregelmäßigen Abständen per Email anschreiben und dir über Fortschritte des Buches aber auch über Rückschläge berichten.

Du wärst von Anfang an, also auch bei der Auswahl des Covers dabei.

Wenn du möchtest, kannst du mir immer eine Email mit deinem Kommentar zurücksenden.

Da ich dich aber nicht so einfach per Email Anschreiben darf, gebe ich dir hier einen Link, mit dem du dich in meine Email-Liste eintragen kannst. Du musst nur deinen Vornamen und deine Emailadresse eingeben, kurz auf die Willkommens-Email warten und dort deinen Eintrag bestätigen. Alle Datenschutzrichtlinien sind selbstverständlich erfüllt.

Und solltest du dich aus meiner Email-Liste wieder abmelden wollen, so kannst du das problemlos mit einem Klick machen.

Was meinst du? Möchtest du einem Autor bei der Arbeit über die Schulter schauen? Von Beginn an ein Teil des Buches werden? 

Du bekommst per Email: Entwürfe oder Fassungen der satirischen Kurzgeschichten oder auch kleine Videos in denen ich Vorlese oder dir beispielweise verschiedene Buchcover vorstelle, vielleicht verbunden mit einer kleinen Umfrage. Mal sehen was mir noch so einfällt.

Ich denke daran am Buchende eine Danke-Seite einzufügen, in der ich jeden der möchte mit Vornamen nenne.  

Dies alles ist ein Experiment und ich bin sehr gespannt darauf wie es ankommt wird.


Und hier ist der Link zur Anmeldeseite: Klick hier.


Oder trage dich direkt hier unten ein, um Emails von mir zu erhalten:


                                                

Mittwoch, 24. Februar 2021

Angelika Dörenberg: Ihr Gesundheits- und Fitness-Buch jetzt auch in englischer Übersetzung


 Liebe Leser*innen,

meine Yoga-Lehrerin Angelika Dörenberg hat ihr Erstlingswerk, das Buch "Gesundheit durch Bewegung, Entspannung und Ernährung" neben der Deutschen jetzt auch in englischer Sprache veröffentlicht.

Bevor sie in die die eigentliche Thematik ihres Buches einsteigt, erzählt sie sympathisch und authentisch wie sie ihren "nine to five" Bürojob aufgab und sich ihren persönlichen, beruflichen Traum erfüllte.

Heute führt sie ihr eigenes Institut Delphin in Düsseldorf, ist Yoga-Lehrerin, bietet Qi Gong-Kurse an und gibt als ausgebildete Shiatsu-Praktikerin Entspannungsmassagen. 

All dieses, bis auf die Shiatsu-Entspannungsmassage bietet sie stationär aber auch online an.

Die Corona-Krise verlangte von ihr neue Wege zu finden und zu gehen (siehe die Online-Kurs-Angebote).

Aber sie konnte sich auch ihrem Buchprojekt widmen. Durch die Lockdown-Verlängerungen kam ihr dann auch die Idee, ihr Buch in die englische Sprach zu übersetzen.


Und hier sind die beeindruckenden Ergebnisse:








Angelikas Buch in deutsch















Angelikas Buch in englisch



Beide Exemplare gibt es selbstverständlich auch als Ebook:









Das Ebook in deutsch









Das Ebook in englisch


Und hier noch das Video der Buchbesprechung zwischen Angelika Dörenberg und mir:


Montag, 14. Dezember 2020

Corona und trotzdem leben

 



Liebe Leserin, lieber Leser,

der Dezember in diesem Jahr gestaltet sich zumindest hier in Düsseldorf, grau in grau. Genauso empfinde ich die Stimmung der Menschen um mich herum.

Ob beim Einkauf für den täglichen Bedarf oder einfach nur auf der Straße oder im Stadtwald bei einem Sonntagsspaziergang bemerke ich eine um sich greifende Depression, bei manchen Apathie bei anderen wieder eine fatalistische Grundeinstellung.

Nein, ich gehöre nicht zu den Corona-Leugnern. Aber ich weigere mich schlicht, mich den oben beschriebenen Gemütszustanden zu ergeben.

Sicher, ich befinde mich als Autor in einer vielleicht privilegierten Situation. Ich benötige nicht so viele Menschen beziehungsweise soziale Kontakte. Wenn ich meine Geschichten schreibe und daraus ein Buch produziere, muss ich schon aus Gründen der Konzentration für mich alleine sein. Den meisten anderen geht es hier sicher ganz anders.

Familienfeste, mit Freunden eine Party machen, ja sogar eine nette Unterhaltung mit der Nachbarin oder dem Nachbarn sind wegen Corona und dem zu erwartenden "harten Lockdown" auf ein Minimum beschränkt oder sogar ganz unmöglich geworden.

Meine Bitte an Sie: Lassen Sie sich nicht unterkriegen. Suchen und finden Sie andere Wege um zumindest ein Minimum an sozialen Kontakten, eine kleine Unterhaltung oder ein Kennenlernen zu ermöglichen.

Das Internet bietet uns hier viele Möglichkeiten.

Im Focus las ich, das man beispielsweise Yoga zu Zweit machen darf. Das hat mich überrascht und gefreut.

Wie Sie aus meinen Posts wissen, betreibe ich Yoga mit und bei Angelika Dörenberg, die ausgebildete Yogalehrerin ist und mich bei unseren Online-Stunden immer wieder auffrischt, meinen Geist wieder klar macht und mich aufsuchen wollende Depressionen fortscheucht.

Nebenher lernte ich während der Online-Termine auch einige interessante Menschen kennen, denen ich ansonsten niemals im Leben begegnet wäre. Dem Internet ist es gleichgültig wo wir leben und wohnen, es führt Menschen einfach über einem PC-Bildschirm online zusammen. 

Ich kann Ihnen nur empfehlen sich nicht zu verkriechen, sondern gerade jetzt für sich aktiv zu werden. Etwas für sich, Ihren Körper, Ihren Geist zu tun und wie ich, nebenher während der Kurse spannende und interessante Leute kennenzulernen.

Neben Yoga bietet Angelika auch Qi Gong-Kurse Online an. Was Yoga oder Qi Gong für Sie persönlich bewirken können, wird sie Ihnen sicher gerne selbst erklären. Schreiben Sie ihr vielleicht eine Email mit Ihrer Frage, das kostet nichts und tut nicht weh.

Hier einmal zwei Demo-Videos. Einmal Yoga und einmal Qi Gong.

Yoga




Qi Gong



Wenn Sie sich jetzt einen Ruck geben möchten, habe ich noch zwei Links zu den jeweiligen Kursangeboten für Sie. Und zuletzt auch den Link zu Angelikas offizieller Webseite.






Mein Tipp für Sie: Schauen Sie sich alles in Ruhe an und entscheiden Sie sich für das Leben. Es ist Ihr Leben.

In diesem Sinne grüßt Sie herzlich,

Michael Uhlworm

Sonntag, 15. November 2020

Leseprobe: "Das Gerücht" von Michael Uhlworm

 


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wo steht geschrieben dass eine Kurzgeschichte möglichst kurz sein muss? Natürlich, wenn sie in einer Zeitschrift erscheinen soll, muss man schon Zeilenvorgaben einhalten ansonsten würde sie den Rahmen sprengen. Während meiner Autoren-Ausbildung wurde ich darauf trainiert 60 - 80 Zeilen nicht zu überschreiten. Tat ich es doch einmal, bekam ich die Geschichte umgehend und unbenotet zurück um sie entsprechend zu kürzen. 
In meinen Büchern sind meine Kurzgeschichten häufig recht lang. Zwanzig bis dreißig Buchseiten sind keine Seltenheit. Die benötige ich auch, ganz besonders bei den Satiren. 
Die Leseprobe hier unten ist eine von denen, in der ich aus der Harmlosigkeit in eine bedrohliche Atmosphäre bis hin ins Absurde und Aberwitzige überwechsele. Sie stammt aus meinem Buch: "Schöne Aussichten - bei diesen Nachbarschaften!" Teil 1

Bitte entschuldigt die vielen Werbeeinblendungen, ich weiß, sie können nervig  sein. Doch leider sind mir in diesen Corona-Zeiten sämtliche, fest gebuchten Lesungen weggebrochen und abgesagt worden. Trotzdem muss irgendwie Butter aufs Brot. Aber so geht es z.Zt. den meisten Freischaffenden und ich kenne einige, die verzweifelt nach anderen Möglichkeiten suchen um irgendwie an ein Einkommen zu kommen. Also liebe Freundinnen und Freunde: Es ist nur Werbung auf die ich keinen Einfluss habe, die aber nicht weh tut. Besuchen Sie auch meine Seite "meine Bücher und eBooks".

Ich wünsche viel Vergnügen.
Michael Uhlworm


Das Gerücht


Als Hausmeister muss man seine Antennen nach allen Seiten ausrichten und ständig auf Sendung sein, wenn man nicht von etwas überrascht werden wollte, das einem unter Umständen gehörig gegen den Strich ging.

Schon seit Tagen lag dieses Wispern in der Luft, dessen Inhalt sich mir nicht offenbaren wollte. Doch es war eindeutig da, wie das elektrisierende Knistern erhitzter Luft, die sich jeder Zeit rasant entladen konnte.

Manchmal war das Kommende, sich anschleichende Unheil beinahe greifbar, wenn es sich in ausweichenden Blicken oder dem Wechseln der Straßenseite bei einer zufälligen oder sich anbahnenden Begegnung aufflackernd zeigte und um die Ecke lugte.

Mein Radar signalisierte mir eindeutig, dass eine Gefahr im Anzug war, der ich mich stellen musste. Doch wo und wie sollte ich mich aufstellen oder mich ihr entgegenstellen, wenn ich doch noch nicht die geringste Ahnung hatte aus welcher Richtung sie auf mich zurollen würde?

Keine Frage, ich musste die Ursache, den Grund dieser in mir widerstreitenden Gefühle herausfinden, bevor ich überhaupt in irgendeiner Weise aktiv werden- oder auch nur daran denken konnte, irgendwelche Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Ich ahnte nur eines, es hatte mit meinen Mietern in der mir anvertrauten Wohnsiedlung hier zu tun. Warum sonst gingen mir persönlich bekannte Menschen aus dem Weg, die ansonsten immer aufgeschlossen für einen kleinen Plausch mit mir waren. Die mit Freuden eine kleine Denunziation vom Stapel ließen, oder mit verstecktem Spott über eine Nachbarin herzogen, die öfter Herrenbesuch bekam als ihr, oder ihrem guten Ruf, guttat.

Manche steckten mir schon mal eine Tafel Schokolade zu um einen kleinen, nett gemeinten Bestechungsversuch bei mir anzubringen wie beispielsweise eine Klosettschüssel gegen eine mit größeren Radius auf Kosten der Wohnungsgesellschaft auszutauschen, weil der Hintern der Angetrauten jetzt über die alte hinweg schwappte, seit sie ihre hundertste Diät abgebrochen hatte, was ihr ein unangenehmes Sitzen verursachte, das ihr wiederum grässliche Launen machte, die ihm wiederum die Freuden eines Fußballspiels im Fernsehen nahmen.

Oder auch nur, um hinterrücks darum zu bitten, den Rauhaardackel des Nachbarn unauffällig in meine Mikrowelle zu bugsieren und die auf eine Stunde bei Höchststufe einzustellen, weil der einem immer vor das Schienbein pinkelte, wenn er sich bei einer Begrüßung überschwänglich freute und man die Reinigungskosten für urindurchnässte Beinkleidung über war, man selber aber dem ansonsten netten Nachbarn mit makellosem Gewissen sein Beileid über diesen schmerzlichen Verlust aussprechen wollte.

Alle die, mir lieb und teuer gewordenen Menschen entzogen sich mir, indem sie schnell um eine Ecke bogen und so taten, als hätten ihre Weitwinkelobjektive mein Nähern nicht wahrgenommen hatten Angst, nur wovor?

Ich musste offensiv werden. Ich musste sie stellen, einen nach dem anderen nur so konnte ich wieder Herr über eine Situation werden, die mir entglitten war. Ich benötigte eine gute Tarnung, die ein Vorzeitiges entdecken meiner Person und damit einhergehend die Möglichkeit eines rechtzeitigen Entkommens verhinderte.

Ich kramte in meinen Schränken.

Die Sonnenbrille.

Nun war das Wetter mit tief stehenden Wolken nicht unbedingt sonnenbrillengerecht, aber wie viele berühmte Persönlichkeiten von der ersten Klasse bis zum Z-Sternchen der Regenbogenpresse trugen aus ästhetischen Gründen, die bei manchen durchaus angebracht waren sogar im Dämmerlicht Sonnenbrillen.

Der dunkle Trenchcoat mit den Schulterklappen.

Nun war der ein wenig aus der Mode, machte aber in detektivischer Hinsicht durchaus Sinn, wenn man dem Ensemble aus Sonnenbrille und Trenchcoat noch eine Pfeife aus Meerschaum hinzufügte.

Sandalen oder Boots?

Das war keine so einfache Entscheidung. Als Hausmeister trug ich immer robuste Schuhe mit einer Stahlkappe vorne drin. Man sollte harte Dinge, die der Schwerkraft gehorchten, nicht unterschätzen und so eine Stahlkappe kann durchaus die ein oder andere Zehe vor Schaden retten, wenn da was gefallen kommt. Somit schieden die Boots wegen zu großer Ähnlichkeit mit den Arbeitsschuhen aus. Blieben also nur noch die Sandalen, die hellbraun waren und meine Zehen nicht schützen konnten. Eine perfekte Tarnung für untenrum also. Wer vermutete schon einen Hausmeister in hellbraunen Sandalen auf sich zuschlurfen zu sehen?

Ein Hut, meine Frisur konnte mich durchaus verraten.

Hier war die Entscheidung sehr einfach. Erstens besaß ich, außer einer schwarzen Wollmütze gar keine Kopfbedeckung und zweitens verkleidete ich mich zu Karneval immer als Cowboy und trug selbstredend einen dunkelbraunen Hut mit breiter Krempe der Marke Stetson mit dazu.

So stand ich vor dem Spiegel meines Schlafzimmerschrankes und betrachtete das, was mir seitenverkehrt gegenüberstand und erkannte mich selbst nicht wieder.

Eine Mischung aus Indiana Jones, einem Trenchcoattragenden Jeti und Kommissar Maigret war das, was aus mir geworden war. Ich war stolz auf mich und meine Tarnkünste. Meine Ermittlungen konnten beginnen.

So gewandet begab ich mich auf die Straße und veränderte selbstredend und ganz automatisch meinen Gang. Den Kopf zog ich zwischen meine Schultern, was mir einen kleinen Buckel auf den Rücken machte. Die Hände vergrub ich Tief in den Manteltaschen und das rechte Bein zog ich ein bisschen nach, was meinem Schritt etwas schlurfiges gab. Ich kam etwa zweihundert Meter weit.

Ein Streifenwagen hielt neben mir.

»Polizei, hallo, Sie da! Bleiben Sie bitte mal stehen.«

Layla. Sie baute sich breitbeinig vor mir auf. Die Handschellen an ihrem Gürtel schaukelten einladend hin und her und die Pistole in ihrem Halfter ließ für Kompromisse keinen Raum..

»Zeigen Sie mir bitte ihren Personalausweis. Sie haben doch einen dabei, oder?«

Ihre rauchige Stimme, die Pistole und die baumelnden Handschellen an ihrer Seite, bildeten eine Szene aus einem Kriminalfilm ab, dessen Titel mir gerade nicht einfiel.

Ich flüsterte beschwörend:

»Bitte Layla, ich bin es, der Tino. Bitte lass meine Tarnung nicht auffliegen.«

Ihr Blick war Misstrauen und Verwunderung zugleich.

»Tino? Habe ich Karneval verpasst oder observierst du?«

»Observieren ist nicht der richtige Begriff, ich ermittle eher«, gab ich mich professionell.

Das erkennende Leuchten ihrer blauen Augen, produzierte Begreifen.

»Okay, gegen wen richten sich deine Ermittlungen, kann ich dich unterstützen?«

Sie zwinkerte mir kollegial zu.

»Ich habe noch nicht die geringste Ahnung Layla. Deswegen meine Verkleidung, die Leute hier sollen mir unvoreingenommen begegnen und nicht sofort den Hausmeister in mir erkennen.«

Sie prustete verstohlen.

»Tino, du siehst aus wie ein Berber vom Jahrmarkt. So bekommst mit Sicherheit keinen Kontakt zu irgendwem hier. Eher vernageln die ihre Fenster, wenn sie dich sehen.«

Da war was dran, musste ich ihr und mir eingestehen. Aber schließlich wollte ich ja auch keinen Nachbarschaftsplausch führen, sondern nur aus sicherem Versteck beobachten, was sich um mich herum tat.

Layla war klug. Sie tat so, als hätte sie mich überprüft und alles wäre in Ordnung. Sie hob ihre Hand zum Gruß an den Schirm ihrer Dienstmütze.

»Dann noch einen schönen Tag der Herr.«

Ich schlurfte weiter, meine Blicke nach links und rechts werfend. Da, ein erster Abfalleimer an der Straßenlaterne. Die Bewohner hier warfen keine Pfandflaschen in die öffentlichen Abfalleimer hier, das Pfandgeld brauchten sie selber. Einen angenehmen Nebeneffekt hatte das auch, es verirrten sich keine Obdachlosen oder Rentner mit Mindestbedarfseinkommen aus anderen Wohngegenden nach hier. Es gab hier einfach für sie nichts zu holen.

Aber aus detektivischer Sicht sind öffentliche Müllbehälter manchmal eine wahre Fundgrube, wenn die Ermittlungen noch nicht über einen Anfangsverdacht hinausgegangen sind. Ein Täter müsste doch gebauchpinselt sein, entsorgte er etwa das Corpus Delikte im eigenen Mülleimer vor dem Haus.

Ich sicherte meine Umgebung mit schnellen Blicken in alle Richtungen und durchwühlte den Müllbehälter. Was war das?

Ein zerknüllter gelber, bedruckter Handzettel. Gelbe Handzettel sind mir immer verdächtig. Nun ist die Farbe gelb nicht so eine starke Signalfarbe wie rot, doch signalisiert sie oft eine Gefahr, die über ein latentes Empfinden hinausging.

Ich strich in glatt und las:

Wehrt euch Bürger!

Wir lassen uns nicht aus unseren Wohnungen rausschmeißen und von hier vertreiben. Setzt dem Wohnungskapitalismus der Immobilienhaie ein Ende. Unser Viertel gehört uns und nicht den Russen oder Chinesen oder sonst wem von irgendwo!

Ich erschrak. Wen meinte der Verfasser? Von welchem Viertel war die Rede? Was hatte es mit Wohnungskapitalismus auf sich? Und was sollte der Vorwurf an Russland oder China?

Nun, ich erinnerte mich an ein paar ältere Russlanddeutsche, die hier wohnten und ihre Rente verjuxten und an ein Pärchen mit zwei Kindern aus Vietnam, er Fensterputzer und sie Reinigungskraft im Krankenhaus. Beides fleißige Leute. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die, die alten Russen und die beiden Vietnamesen in einer konzertierten Aktion irgendwen aus ihren Wohnungen werfen und vertreiben wollten.

Die Angelegenheit wurde mir immer nebulöser.

Gedankenverloren schlurfte ich weiter, den Handzettel hatte ich in meiner Manteltasche vergraben. Ich entdeckte den Kiosk, ich war mir gar nicht bewusst, dass ich schon so viele Meter gegangen war. Aber es war gut so, ein Wasser konnte ich jetzt gut gebrauchen.

»Hallo Julio, hast du bitte eine Flasche Wasser für mich?«

Der alte Italiener musterte mich kritisch und zunehmend argwöhnisch, als er überlegte, wer ich denn sein könnte..

»Hast du überhaupte Geld dabei? Wer bist du überhaupte eh? Ich geben null Kredit an nix und niemande. Basta Signore.«

Natürlich, in meinem Aufzug konnte er mich ja nicht erkennen.

»He Julio, ich bin es, der Tino, der Hausmeister. Ich bn nur ein wenig verkleidet.«

Ich hob meinen Hut ein Stück und lupfte die Sonnenbrille so, dass er meine Augen sehen konnte.

»Isse nicht war. Du Tino, eh? Was mache du in dem Kostüm? Isse Karnevale? Nix isse Karnevale, bisse im falsche Jahr. Party finito und vorbei. Capito?«

Sein Italodeutsch war herzzerreißend und ich musste lachen.

»Ich weiß Julio, aber mein Kostüm ist eher eine Art Tarnung. Ich muss wissen, was in unserem Viertel los ist. Alle Mieter hier, auch die die mich gut kennen, gehen mir seit Tagen aus dem Weg. Niemand will mit mir reden und ich mache mir ernsthafte Sorgen. Weißt du vielleicht Näheres Julio? Du bekommst doch hier im Kiosk allerhand mit.«

Julio nahm ein Glas aus dem Regal hinter sich und begann, es mit einem Handtuch heftig zu polieren. Dabei sah er angestrengt zu Boden und hauchte das Glas ab und zu an um es noch heftiger mit dem Handtuch zu malträtieren. Er sagte kein Wort.

»Julio, du musst mir nicht den Sizilianer geben. Jetzt komm schon du Möchtegernmafiosi, spuck es schon aus, was ist hier los?«

Doch Julio blickte an mir vorbei zur Straße hinaus, als wäre ich Luft, dabei pfiff er eine traurige Arie aus einer italienischen Oper vor sich hin.

Es war zwecklos, ich hätte schon eine peinliche Befragung bei ihm durchführen müssen um ihn zum Reden zu bringen.

Ich verließ den Kiosk und Julio mit wirbelnden Gedanken im Kopf über die Mafia im allgemeinen, effiziente Foltermethoden und dem unangenehmen, ja drohendem Gefühl eines sich nahenden Unheils.

Ich musste mich Rückversichern und rief Rebecca Sanches, eine Vertraute, die unter anderem für Neumieterbetreuung zuständig war und in der Firmenzentrale saß.

»Hi Rebecca, Tino hier, alles klar bei dir?«

Ich wollte erst einmal unverbindlich klingen und auf Zwischentöne achten, bevor ich mit der Tür ins Haus fiel. Schließlich wollte ich mich mit meinem unguten Gefühl nicht lächerlich machen. Nachher galt ich noch als Paranoid.

»Schön von dir zu hören Tino. Ja, bei mir ist alles tippitoppi. Was kann ich für dich tun? Brauchst du mal wieder Infos über eine neue, heiße Mieterin? Ich sage nur ein Wort: Datenschutz.«

So weit war es schon mit mir und meinem Ruf als Weiberheld. Natürlich hatte sich meine Vorliebe für Nora herumgesprochen, die auf der Johannstraße 13 im Dachgeschoß wohnte.

»Nö meine Liebe, mir ist im Moment noch keine aufgefallen. Es ist nur so, als Hausmeister ist man irgendwie auch Einzelkämpfer und auf sich alleine gestellt und hat manchmal Sehnsucht nach seinen netten Kolleginnen in der fernen Zentrale in einer unbekannten Galaxis.«

Sie lachte süffisant auf und wurde verschwörerisch leise.

»Nun mein kleiner Astronaut, wie sollte ich dir von so weit nur näherkommen können? Haben Sie da eine Idee Captain Kirk?«

Nichts!

Da war nichts zwischen den Zeilen herauszuhören. Rebecca verhielt sich wie eh und je. Kein Rauschen, kein Wispern, alles klang so stinknormal. Vielleicht war der Gedanke einer sich anbahnenden Paranoia bei mir doch nicht so abwegig.

»Keine Idee. Ich bieg dann mal wieder in meine Umlaufbahn ein. Bis bald Rebecca.«

Ich legte auf.

Natürlich hätte ich noch Kurt Haber anrufen können, Rebeccas Chef und so etwas wieein Freund von mir, seit ich ihm durch Zufall zu dem Posten als Leiter für Neuvermietungen verholfen hatte. Aber das war mir dann doch zu heikel.

Es ging auf den frühen Nachmittag zu und die Straßen waren immer noch menschenleer. Ich fühlte mich wie in einer Geisterstadt in Kalifornien im neunzehnten Jahrhundert, nachdem alles Gold geschürft und auch die Dirnen abgezoogen waren, als ich hinter mir ein Geräusch gewahr wurde.

Erschrocken drehte ich mich um und konnte nicht fassen, dass sogar ein Elektroauto in dieser unnatürlichen Stille, lärmend wie ein Schnellzug daherkam. Auf dem Dach befand sich ein Lautsprecher. Auf der Motorhaube stand: Mogelhammer, der Baumarkt Ihres Vertrauens.

Ich war noch mit der Frage befasst, was ein Elektroauto eines Baumarktes mit einem Lautsprecher auf dem Dach bedeuten konnte, als es plötzlich loszuplärrte:

Ab morgen Supersonderangebote. Stabile Holzplanken in jeder Größe verfügbar. Der Meter nur 99 Cent. Extrastrake Stahlschrauben im Megapack für nur 2,99 Euro. Selbschussanlagen mit Gummigeschossen, importiert aus Bulgarien nur 99 Euro. Blendgranaten aus Beständen der ehemaligen NVA, das Stück nur 5 Euro. Überwachungskameras ..., weiter kam die Werbedurchsage nicht.

Sie wurde von lautem Gedröhn und Getöse übertönt und das Elektroauto links und rechts von Motorrädern einer bekannten Rockergang aus der nahegelegenen Kreisstadt überholt, eingekeilt und zum Anhalten gezwungen.

Glatzköpfige Rocker mit Langhaartoupets rissen die Wagentüren auf und zerrten zwei anzugtragende, schwachprotestierende junge Männer aus dem Wagen.

Einer der Rocker wollte sich in den Kleinwagen zwängen, musste sein Unterfangen aber wegen seiner Muskelmasse, deren Herstellung viel zu kostspielig für den Wagen, der für japanische Durchschnittsmänner oder mitteleuropäische Frauen ausgelegt war, einstellen und einem Juniorrocker von geschätzten dreizehn Jahren, den Vortritt lassen.

Der Lautsprecher kreischte, als er mit dem eingeschalteten Iphone des Juniorrockers rückkoppelte. Die Fenster der Häuser blieben verschlossen und dunkel.

Jetzt endlich erklang die nörgelige, jugendliche Stimme des Nachwuchsrockers aus dem Lautsprecher:

Hört zu ihr armen, wehrlosen Mieter! Wir, die Hardcore Flippers aus der Kreisstadt nebenan beschützen Euer Haus, Hof und Heim. Hier kommt kein Fremder, kein Feind herein.

Pro Nase kostet Euch unser Superschutz nur 100 Euro. Zahlbar in Bar, Keine Schecks. Verstanden? Also, ihr armen und wehrlosen Mieter ...,weiter kam er nicht.

Ich hatte dieses Geräusch, als es noch aus der Ferne kam nicht richtig einordnen können, obschon es mir irgendwie bekannt vorkam.

Doch jetzt war mir sonnenklar, was da vom Himmel kam ...weiter geht es im Buch





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Dienstag, 10. November 2020

Leseprobe: Reich und Arm oder Macht und Ohnmacht

 Liebe Leserinnen und Leser,

"Reich und Arm, Macht und Ohnmacht" ist der Titel einer aktuellen, satirischen Kurzgeschichte aus meinem Buch "Buch der Satiren - bitter bis schwarz", von der ich Ihnen eine kleine Kostprobe hier gebe. 

Die Geschichte mag zum Schmunzeln anregen, vielleicht bei manchen auch ein Kichern hervorrufen. Doch eigentlich ist sie bitter Ernst gemeint, gerade in Zeiten in denen sich das Kapital immer öfter und unverblümter auf die großen Haufen setzt, währenddessen sich viele in unserer Gesellschaft für kleines Geld verschachern müssen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Ein Tipp, besuchen Sie auch "meine Bücher und eBooks- Seite".



Reich und Arm oder Macht und 

Ohnmacht



»Es geht uns doch gut. Oder meinen Sie etwa nicht? Nun, dann sehen Sie sich doch einmal um in unserem Lande. Die Wirtschaft wächst stetig und die Arbeitslosen gibt es quasi nicht mehr.«

Der Mann aus der Regierungskoalition lehnte sich zufrieden zurück und wartete auf Applaus, der geradezu frenetisch kam. Er hatte eben eine große klatschende Familie.

Die Moderatorin blickte auf ihren Spickzettel, sah dann auf und lächelte optimistisch in die Runde und vergas die Kamera nicht, die sie nicht vergessen durfte da sie ihr, wenn sie nur rhythmisch hinein lächelte den Job garantierte und sie nicht arbeitslos werden ließ.

»Frau Müller, Sie putzen ja gerade schwarz bei den, sagen wir einmal Mayers. Geht es Ihnen denn auch gut?«

Frau Müller knetete ihre Hände und rang um Fassung. Sie war ganz klar ersichtlich keine ausgebildete Kameraprofin.

»Ja, nein, ich meine natürlich nein. Die Mayers zahlen mir nur 3 Euro die Stunde und eine Pause habe ich auch nicht.«

Die Frau der Oppositionspartei wurde Puterrot im Gesicht und ihre Hände zitterten vor Empörung. Das Training mit Herrn Dr. Wohlleben, ihrem persönlichen empirischen Verhaltensforscher zeigte hart erarbeitete Ergebnisse.

»Da sehen Sie, sie hören es ja. Die arme Frau muss schwarz putzen gehen und das für 3 Euro die Stunde! Wissen Sie eigentlich, was mich meine Putzfrau kostet? Die ist angemeldet und ich muss ihr sage und schreibe den vollen gesetzlichen Mindestlohn zahlen, sonst mache ich mich strafbar. Nennen Sie dass etwa soziale Gerechtigkeit?«

Die Moderatorin wurde kurz besorgt. Das stand nicht auf dem Zettel. Sie musste improvisieren, da sie richtigerweise vermutete, dass ihr Intendant mit Parteibuch ihre Sendung begutachtete.

Sie brauchte jetzt ganz schnell unbedingt etwas weichgespültes, etwas nettes oder amüsantes das die schwer aufgeregten Gemüter beruhigte. Sie entschied sich spontan für den Wirtschaftsweisen. Der war nach ihrer Erfahrung immer für lau und flau zu haben.

»Herr Prof. Dr. Dr. Ahnungslos. Sie gehören ja dem Rat der Wirtschaftsweisen an, was denken Sie, könnte man den Mindestlohn nicht bei 3 Euro deckeln, oder einfrieren, damit Frau Müller sich nicht mehr so diskriminiert fühlt und aus ihrer kriminellen Situation herauskommt und wieder ein ordentliches Mitglied unserer Gesellschaft werden kann?«

Der Wirtschaftsweise musterte Frau Müller mit scharfen und vorwurfsvollem giftigen Blick, ehe er sich bequem ins Polster zurücklehnte und seine Brille mit seiner gelben Krawatte putze. Er ließ sich Zeit, da er annahm, dass seine Meinung zählte und Gewicht hatte.

»Nun«, kam es gedehnt von ihm, »nun, man könnte der Frau Müller, natürlich nur unter gewissen sozialökonomischen Gesichtspunkten, die selbstverständlich juristisch betrachtet, weder abgesichert noch irgendwie entschuldbar wären, ausnahmsweise eine Amnestie gewähren. Aber selbstverständlich nur unter der Betrachtung eines umfassenden Schuldeingeständnisses und der sofortigen Zahlung ihrer rückständigen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge. Um zu Ihrer Frage zurückzukommen, ja man könnte den Mindestlohn, der meines Erachtens sowieso viel zu hoch ...«

Die Frau der Oppositionspartei sprang behände auf den Tisch. Die schwarzen Seidenstrümpfe, mit Strass besetzt, funkelten sehr hübsch in die Kameralinsen und dem Kameramann wurde warm, so untenrum.

»Nicht mit mir! Der Mindestlohn bleibt mir unangetastet. Das habe ich und meine Partei unseren Wählern und Wählerinnen versprochen. Dafür haben wir hart gekämpft. Und wenn irgendwer denkt, ich ließe mich einfach so zum Mundhalten nach Brüssel abschieben, dann sage ich, da haben Sie sich ganz schön geschnitten.«

Mit ihren Gucci-Pumps kickte sie flott das Wasserglas des politischen Gegners um. Da der aber wusste, dass Wasser keine Flecken auf seinen Armani-Anzug verursachen würde, blieb er gelassen und lächelte wieder ins Familien-Publikum, stellte sich tapfer und produzierte sein vielfach, vor seinem Garderobenspiegel geprobtes Überlegenheitslächeln auf sein Gesicht.

»Nun meine Liebe, ihre linke politische Gesinnung ist ja jedem hier und ganz besonders meiner Frau und meinen beiden Söhnen bekannt. Meine Familie und ich haben ihre politischen Forderungen bei unserer Reinemachefrau, ich bestehe hier auf eine korrekte und nicht diffamierende Berufsbezeichnung, sogar um 8 Cent überschritten. Das nenne ich monetäre Aufwertung sowie soziale Akzeptanz der erbrachten Dienstleistungen von Frauen die ja sonst nichts anderes können als putzen. Und vor allen Dingen meinen großen Respekt vor unseren putzenden, weiblichen Mitbürgern möchte ich hier und jetzt ganz deutlich zum Ausdruck bringen.«

Die Moderatorin folgte ihren Instinkten. Ihr Bauchgefühl befahl ihr, unauffällig ihre Cartier vom Handgelenk abzunehmen ... mehr im Buch

von
Michael Uhlworm


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